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2 Engel für Bielefeld
 

Seltsames aus Bielefeld

Montag, 21. Juli 2008

Stalker.

Am Samstag hatte ich einen Stalker. Es war ein türkischer Herr mittleren Alters, der mir zunächst seine Hilfe beim Einladen der Einkäufe anbot und mich dann später mit dem Auto verfolgte. An einer Ampel stellte er sich neben mich und rief durchs offenene Fenster, wie schöne Augen ich doch hätte und ob wir denn nicht mal zusammen was trinken wollten. Ich lehnte dankend ab und fuhr weiter, sah im Rückspiegel dann aber, dass er hinter mir wieder einscherte und mir folgte. Als ich zum Parken vor unserem Haus abbog, bog auch er ab und parkte in derselben Straße. Als ich sah wie er ausstieg, rief ich meinen Freund an, er solle mir doch mal mit den Einkäufen helfen! Mein Stalker stand da schon neben meinem Auto, guckte dann aber doof, als Dennis kam! Ich hab ihn dann einfach ignoriert, aber er stand immernoch neben meinem Wagen, als wir schon längst an der Haustür waren. Komische Situation! Hab schon mindestens mit einem Zettel an der Windschutzscheibe gerechnet, aber naja, dem war dann doch nicht so. Irgendwie war das unheimlich!

Donnerstag, 21. Februar 2008

Gute Fenster!

Der Dennis und ich, wir wohnen ja an einer sehr befahrenen Straße mitten in Bielefeld! Unter normalen Umständen könnte man da weder schlafen noch lernen noch sonst etwas tun, wofür man Ruhe braucht. Aber wir haben wahrscheinlich die besten, schalldichtesten Fenster, die es in ganz Bielefeld gibt, denn man hört NICHTS.
Wie weit dieses NICHTS allerdings gehen kann, mussten wir Mittwoch morgen erfahren.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind nämlich in der Tiefgarage direkt unter uns 3 Autos abgebrannt. Dadurch bedingt soll es wohl zu einem riesigen Aufmarsch an Feuerwehr und Rettungsdienst gekommen sein. Das halbe Haus wurde evakuiert! Da waren angeblich zig Feuerwehrwagen mit Blaulicht und allem drum und dran! Tja und das einzige, was Dennis und ich davon am Dienstag Abend mitbekommen haben war, dass ab 23.20 Uhr das Internet nicht mehr ging. Dennis hat 20 Minuten rumprobiert, aber irgendwann hat er's aufgegeben und WIR SIND INS BETT GEGANGEN! Uns hätte das ganze Haus unterm A*** weg brennen können, wir hättens nicht gemerkt. Dennis musste dann am nächsten Morgen um halb 6 bei der Arbeit sein...5 Minuten nachdem er die Wohnung verlassen hatte, rief er mich ganz perplex an und schilderte, dass es wohl in der Garage gebrannt habe, denn da sei alles schwarz und es hingen Kabel von der Decke! Aber naja...was solls. HAHA! Hätte er mal richtig hingeguckt hätte er gesehen, dass da 3 Auto-Gerippe standen! Und dass er da gerade durch ein Schlachtfeld gefahren war! Aber nööö, wenn Dennis müde ist, merkt der NIX.

Später erfuhr ich dann vom werten Herrn Nachbarn, dass sein Auto (Audi Q7...) verbrannt ist. Wie wir das nicht hätten merken können, wollte er wissen. Es soll sogar geknallt haben. Ganz laut.

Daran sieht man, zu was ZU gute, schalldichte Fenster führen können. Heute in der Zeitung stand, dass da noch ein Gas-Auto unten gestanden habe. Ich denke, wenn das hochgegangen wäre, hätten wirs wohl doch endlich mitgekriegt...

Montag, 10. September 2007

Die gemeine Arschmücke

Ich als absoluter Tierfreund und Im-Film-eher-um-Tiere-als-um-Menschen-Weiner schäme mich ja fast, dieses schreiben zu müssen, aber: es gibt Tiere, die gehören eindeutig verboten! Spinnen zum Beispiel. Ich höre gerade schon wieder meine Omma (und wahrscheinlich Mijonen anderer hartgesottener Naturfreunde)aufschreien: "Kind!!! Die sind doch SO nützlich!Die TUN dir doch nichts! Die haben doch mehr Angst vor dir als du vor ihnen!". JAHAAA! Weiß ich doch! Und ich bleibe TROTZDEM dabei: was sooooo nützlich ist, hätte ruhig schöner erschaffen werden können! Mit weniger Beinen! Und weniger Augen! Kurz: weniger eklig eben!

Aber Mücken gehören ebenso verboten. Und die sind schließlich NICHT nützlich! Mit einem ganz fiesen Exmeplar habe ich heut Nacht Bekanntschaft geschlossen. Ich bin der festen Übrzeugung, eine neue Spezies entdeckt zu haben: die gemeine Arschmücke! Nicht etwa, weil sie mich in eben jenen gestochen hätte. Nein, so genannt aufgrund ihres fiesen Charakters! Als Neuentdecker und wissenschaftlich versierter Student habe ich erstmal einen Beitrag für das nächste Biobuch verfasst:

Die gemeine Arschmücke (Nematocera Arschelae)

Die gemeine Arschmücke gehört als Sechsfüßer (Hexapoda) zu den Insekten, genauer gesagt zu den Fluginsekten (Pterygota). Diese spezielle, sehr aggressive Art gehört zur Familie der Culicidae, der Stechmücken. Sie lebt in der südlichen Region Bielefelds und bevorzugt als Beuterevier kleine, nicht ganz ordentliche 33qm-Studentenwohnungen.
Tagsüber ruht sie, so dass sie sich mit Erlöschen jeden Lichtes auf die Jagd machen kann. Bevorzugt umekreist sie dabei übermüdete Studentinnen, die sich erstens total mit ihrer besten Freundin im Chat verquatscht haben und so erst mitten in der Nacht ins Bett gekommen sind und die zweitens auch noch früh aufstehen müssen, um das Geld für ihren Mini-Lebensraum verdienen zu können.
Dabei wartet die gemeine Arschmücke so lange, bis ihr Opfer fast eingeschlafen ist, um es dann mit einem penetranten und nervenaufreibend hohem "ssssSSSSSSS"-Geräusch zu um- und schließlich einzukreisen. Das so wachgewordene und in Panik versetzte Opfer wird daraufhin um sich schlagen. Dank einer spektakulären Evolution verfügt die gemeine Arschmücke jedoch über einen Mechanismus, der sie sofort unsichtbar werden lässt, sobald das ängstliche Opfer das Licht einschaltet, um sie zu erschlagen.
So wiegt sich das Opfer nach einigem erfolglosem Suchen in der Sicherheit, die Mücke mit blindem Herumhauen "vielleicht doch erwischt" zu haben und legt sich wieder schlafen. Doch ist das Licht erst einmal wieder aus, greift die gemeine Arschmücke erneut an. Dieses Katz und Maus-Spiel kann sich über mehrere Stunden hinziehen (wenn das Opfer denn so viel Zeit hat). Ziel der gemeinen Arschmücke ist es, das Opfer bis zur totalen Erschöpfung zu reizen, bis es gar nicht mehr anders kann, als für die letzten 2 Stunden, die ihm noch bleiben, in einen Tiefschlaf zu fallen - und zerstochen zu werden. Bevorzugter Angriffspunkt dann: die Fußsohle. Damit sich das Opfer auch noch lange an den Tag erinnern wird, an dem es total übermüdet an der Kasse stand und fast wahnsinnig wurde, weil es unterm Fuß so juckte...



Soviel dazu. Nehmt euch vor dieser grausamen Kreatur in Acht! Ich für meinen Teil habe mein Anti-Mücken-und-sonstiges-Geschmeiß-Spray für den Urlaub rausgesucht. Wäre doch gelacht, wenn ich das Vieh nicht wegekeln könnte...

P.S.: So gerne ich auch behaupten würde, ich hätte die ganzen obigen Fachbegriffe im Kopf gehabt - man ist ja ehrlich. Hab bei Wikipedia gelinst... :-)

Donnerstag, 6. September 2007

Mörderfüße

Heute, auf der Suche nach einem einigermaßen erträglichen Geschenk für den Freund der lieben Amrei, rollte ich also in der Innenstadt meines Weges. Gerade hatte ich im Backshop neben der Post meine geliebte Geflügelrolle erstanden und versenkte alle 5 Meter mein Gesicht in der viel zu großen Papiertüte, nur um nicht gesehen zu werden, wie ich mein Mäulchen voller Wonne aufreiße, abbeiße und mir dann die Krümmel am Mund rumhängen. Ob das Vergraben in der Tüte allerdings vorteilhafter aussah, wage ich mal so im Nachhinein zu bezweifeln. Nunja. Worauf ich hinaus wollte, war eigentlich Folgendes:
Ich fuhr auf der Höhe von Galeria Kaufhof auf zwei Omis zu, und ich sah so ohne es wirklich wahrzunehmen auch einen Kinderwagen rechts daneben. In dem Moment, in dem ich nur noch 1 Meter hinter besagter Oma-Kinderwagen-Kombi war, streckte das Blag in diesem Wagen aus unerfindlichen Gründen sein Bein heraus und hätte die Oma getroffen, wenn diese nicht blitzschnell 1 mm nach links gegangen wäre. Oma macht große Augen und die blonde, pferdeschwanztragende, super-sportliche Mutter des Kindes mit dem Bein sagt "Oh, das ist ja nochmal gut gegangen!" und was muss ich direkt im Anschluss aus dem Kinderwagen hören? "Ja! Ist ja nochmal gutgegangen mit meinem Mörderfuß!". Ich hätte beinahe meine Geflügelrolle durch die Gegend gespuckt. Ich weiß nicht, aber die Situation war so lustig, dass mir wirklich die Tränen in den Augen standen. Später entdeckte ich die Sport-Mutter noch an einem Glücksrad wo sie sich beschwerte, dass der Gewinn ja ziemlich sinnlos sei und "Der Junge damit doch garnichts anfangen kann!".

In der Stadt laufen manchmal Leute rum, da packt man sich echt an den Kopf. Gut, dass Amrei und ich so toll sind, dass sich bei uns keiner an den Kopp packt...*räusper*

Dienstag, 24. Juli 2007

"Vertan, Vertan" sprach der Hahn -

...denn der "Ly" kam aus Aserbaidschan! Danke Amrei, was hätte mein geistiger Aussetzer nur für diese Welt für fatale Folgen haben können, wenn du ihn nicht umgehend korrigiert hättest? *g*
Und weil wir nicht dumm sterben wollen, hier mal schnell ein kleiner Exkurs zum Thema:
"Aserbaidschan ist ein Staat zwischen dem Kaspischen Meer und dem Kaukasus. Das heutige Staatsgebiet entspricht dem nördlichen Teil der historischen Region Aserbaidschan, deren südlicher Abschnitt eine iranische Provinz bildet. Aserbaidschan grenzt im Norden an Russland (Dagestan), im Nordwesten an Georgien, im Süden an den Iran und im Westen an Armenien sowie - über den Landesteil Nachitschewan - an die Türkei."- juchu! Schlau mit Wikipedia!

Nach Informationen von Bekannten rannte der liebe Siegfried noch lange, nachdem wir den Schauplatz des Schreckens (Boulevard) verlassen hatten, durch die Weltgeschichte und wollte knutschen, wobei er einen Torkelradius von etwa 5 m hatte! Wirklich erschreckend! Ich frage mich, ob und wie der Gute nach Hause gekommen ist und ob er sich, nachdem er seinen Rausch (wo auch immer) ausgeschlafen hatte, überhaupt noch an IRGENDETWAS erinnern konnte!

Wer mir übrigens die Droge nennen kann, die einen derart gut in seine Kindheit zurückversetzt, der bekommt 100 Gummipunkte! Das würd mich ja mal interessieren...

Samstag, 21. Juli 2007

Siegfried und „Ly“ aus Kasachstan – oder: „Willst du mit mir knutschen“?

Amrei, Nele und ich waren gestern Abend bei Star Diner am Boulevard. Mensch, dachten wir uns Freitagnachmittag, wenn Dennis in Polen ist und Timm arbeitet, machen wir doch mal wieder einen tollen Mädels-Abend! Wir hätten wissen müssen, dass es niemals ein „ganz normaler Abend“ wird, wenn man uns Drei alleine und ohne männliche Begleitung auf die Straßen Bielefelds lässt. Bis etwa 23 Uhr war es sogar ein wirklich „ganz normaler“ Abend mit den typischen Frauengesprächen. Als ich allerdings auf die Idee kam, wir sollen uns doch mal die umherlaufenden Typen genauer ansehen (wir saßen draußen, direkt am Eingang zum Pascha), nahm das Drama wie auf Knopfdruck seinen Lauf. Prompt stand ein südländischer Typ mit Goldkettchen an unserem Tisch und fing in gebrochenem Deutsch an, Amrei mit Komplimenten wegen ihrer unermesslichen Schönheit zu überschütten. Das klang dann etwa so:
„Uuuh bisse schöne Frrrau! Wuuundrrrrwuuundrrr ssssön! Sssooo ssssöne Augen! Wie heißen? Na sagen schon! Wie heissen?“ Amrei weigerte sich aber vehement, mit ihrem Namen rauszurücken. Auch auf die Frage „Haben Telefonnummer? Geben geben?“ blieb Amrei stur. Dann plötzlich war Nele dran. „Unddde due auch wuuuuunderssön! Wie heißen?“ . Ich sagte ihm dann, Nele hieße Elvira. Er war hellauf begeistert ob dieses schönen Namens, denn er käme ja aus Kasachstan und da gäbe es diesen wunderbaren Namen ja auch. Wir versuchten ihm klarzumachen, dass wir auf unsere Freunde warteten, mussten uns dann eine Predigt anhören darüber, dass „immer Määna kommen suerst! Frauen nix alleine sitzen hier! Müssen Männa immer suerst da sein! Geeht nix ohne Männa!“. Wir mussten dann noch erfahren, dass er schon „Seeeechse Jahre in Dutschland is und noch imma nix Freundin!“. (Warum bloß, ich konnte es garnicht verstehen…). „Haben aber Arbeit! Ja! In Fleischerei!“ worauf Amrei sagte, wir seien Vegetarier. Ich hab ihm dann noch aufs Auge gedrückt, wir seien alles Akademiker. Juristen. Und Psychologen. Hat er aber, glaub ich, nicht verstanden. Wir mussten uns dann noch seine Misserfolge bei Frauen anhören und wurden aufgeklärt, dass die Frauen ja alle nicht kochen und putzen wollten. Frauen wollen angeblich nur, dass Männer putzen und kochen und sie selbst gar nichts tun. Aha, so sind die deutschen Frauen also! Hab ichs mir doch gedacht. Nach bestimmt ner halben Stunde haben wir ihn dazu gebracht, sich einem der zahlreichen Jungesellinnenabschiede anzuschließen. „Die haben da immer alle keinen Freund, außer die, die heiratet!“ haben wir gesagt. Mich hat er die ganze Zeit nicht angeguckt und auch nicht als wunderschön bezeichnet. Dass er mir zum Abschied die Hand gab, grenzte fast an ein Wunder! Aber ich hab auch schon die Erklärung: Ich kann nicht kochen und putzen!

Tja…klein Saski sollte aber auch nicht leer ausgehen! Keine 10 Min später stand schon der nächste Freak an unserem Tisch. Ein braungebrannter Sunnyboy mit blondem Pottschnitt in Netzshirt (!) und halboffener Jeans. Stellt sich also an unseren Tisch, guckt mich an, setzt zur Frage an, hört auf, steht stramm und schiebt die Unterlippe vor. Amrei sagt „Ja bitte, wie war die Frage?“ aber diesmal wurde Amrei ignoriert und ich stattdessen mit einer Kleinkinderstimme gefragt: „Willst du mit mir knutschen?“ Ich „Bitte was?“ er „Jaaaa willst du mit mir knutschen? Willst du meine Freundin sein?“ Ich „NEIN!“ , worauf er verärgert und scheinbar tottraurig die Hände in die Hüften stemmt und jammer „Oh Menno! Keine will meine Freundin sein!“. Was dann kam war ein kleiner Junge in Gestalt eines etwa 25-jährigen, der auf der Suche nach Freunden und sowie nach einer Freundin zum „kuscheln und knutschen“ war. Ganz am Anfang dachten wir, der wolle uns verarschen. Dann nahmen wir an, er sei betrunken. Als er sich aber gegen unseren Willen an unseren Tisch setzte und wir keine Fahne rochen, er aber glasige Augen hatte und ständig fast einschlief, waren wir uns sicher dass er unter irgendwelchen Drogen stand, die ihn in seine Kindheit zurück versetzten. Er benahm sich wie ein quengeliges, bockiges Blag. Hier ein paar Auszüge aus diesem seltsamen Gespräch:

Er zu mir „Hast du schonmal geknutscht?“
Ich: „Ja natürlich!“
Er: „Oh. Weißt du, letztens ne, da war da son Mädchen, die hat so gemacht“ er spitzt seine Lippen und macht Küsschen-Geräusche „und dann hab ich auch so gemacht“ er macht dasselbe nochmal „und dann haben wir geknutscht. Ich will auch so gerne kuscheln! Kuscheln ist schön!“
Ich: „Wie heißt du denn?“
Er „Siegfried!“ Aha.
Wir: „Hast du denn keine Freunde?“
Er: „Nein, keiner will mein Freund sein! Wollt ihr meine Freunde sein?“
Wir: „Ähm…jaa“ (wir hatten Angst, dass er sonst wirklich anfängt zu heulen). Daraufhin sprang er auf und brüllte über den ganzen Boulevard „Juchu ich hab Freunde! Das hier sind meine Freunde!“ und natürlich gucken uns alle an. Sogar die Türsteher vom Elephant guckten schon rüber.
Er plötzlich zu Nele „Aber du willst nicht mein Freund sein! Kein Kumpelfreund!“
Nele „Doch natürlich!“
Er „Nein“
Nele „Doch!“ Er streckt Nele die Zunge raus! Nele zurück! Er wieder.
Dann hatte ich die rettende Idee und zeigte auf einen Stand an den Treppen, den sone Christengruppe da aufgebaut hatte.
Ich: „Guck mal, die da hinten, geh da mal hin, die wollen mit Sicherheit deine Freunde sein!“ woraufhin Amrei und Nele vor Lachen unterm fast unterm Tisch lagen! Er wurde allerdings sauer und meckerte die beiden an, weil sie ihn auslachten. Nach einigem hin und her und unzähligen weiteren Blamagen bei den anderen Leuten brachten wir ihn dazu, sich in Richtung der Christen zu verpieseln. Zu unserem Leidwesen verfehlte er den Stand leider und stand vor ner Gruppe von Typen, laberte die voll und zeigte auf uns. Anscheinend sagte er denen, wir hätten ihn dorthin geschickt. In heller Panik rafften wir da all unsere Sachen zusammen und zogen es vor, unsere Rechnung drinnen zu bezahlen. Als er außer Sichtweiter war, hatten wir noch das Problem, dass der tolle Ly aus Kasachstan nach links, Siegfried allerdings nach rechts gegangen war. Wir waren also nirgendwo sicher.

Glücklicherweise haben wir keinen der beiden mehr wieder getroffen. Nele kam sicher zu ihrem Auto und ich war natürlich, als krönender Abschluss, aufm Rollstuhlparkplatz zugeparkt von einem Nichtberechtigten. Glücklicherweise war die Polizei samt Abschlepper vor Ort und hat den gleich mitgenommen. Das war sehr schön!

Was für ein Abend!

Mittwoch, 6. Juni 2007

www.bielefeldsengel.de

Ab morgen hat dieser weblog eine echte .de domain und wird in "bielefeldsengel" umbenannt! Also ihr findet uns natürlich weiterhin hier, könnt uns aber ab morgen auch unter www.bielefeldsengel.de erreichen.

Dienstag, 22. Mai 2007

Nicht ganz so dramatisch, aber noch keine Entwarnung...

Update: War wahrscheinlch nur einer, der seinen Hund irgendwie trainieren wollte und dafür dieses komische Ding ausgelegt hat. Aber ganz so sicer ist das auch noch nicht...

______________________
Thread vom 22.5.:
Ich wohne in der Senne, am Rande des unbebauten Außenbereichs, wo Menschen ihre Hunde laufenlassen und Jogger des weges joggen! Dass das manchmal zu ungewollten Konfrontationen führt, ist mittlerweile ein alter Hut! Vor ein paar Monaten fand man bei uns Fleischbällchen auf dem Feld und vermutete Gift darin! Es war nach Untersuchungen Fleisch mit Bitterschokolade drin, die in größeren Mengen für Hunde ebenfalls tötlich wirkt. Nunja...nach ein paar Wochen Vorsicht hat sich alles wiederholt!

Tja...bis heute. Meine Oma hat genau an dem Weg, wo sie immer langgeht, eine Art Rehkitzfell gefunden. Als sies mit dem Schuh hochhob, fand sie darunter Fleischwurststücke. Als ein anderer Hundebesitzer vorbei kam, hat dieser dann die Polizei gerufen. Das gab innerhalb weniger Minuten einen riesen Auflauf von Hundebesitzern. Der Polizist war ein Hundefreund - glücklicherweise.

Das Zeug wird jetzt untersucht. Ich hasse sowas! Wer sowas macht, ist krank. Man soll sich mit den Menschen auseinandersetzen, aber nicht die Tiere bestrafen. Himmel was ist die Welt voll von schlechten Menschen...

Also an alle Hundebesitzer, die auch hier irgendwo wohnen: Seid besser vorsichtig in nächster Zeit und achtet auf euren Hund!

Samstag, 24. März 2007

Berühmtwerden macht Spaß!

Da lese ich heute, noch etwas lädiert vom gestrigen Restetrinken bei Dennis, die Neue Westfälische. Lese die Überschrift "Der Blick in Bielefelder Blogs!" und denke "oh toll - sowas haben wir ja auch!"...überfliege so den Text...da steht da "Wer sich eher für Frettchen interessiert..." und stelle noch so fest "Da schreibt wohl noch einer über Frettchen, so wie die Amrei in unserem Blog!" und muss in dem Moment feststellen, dass da UNSER Blog mit gemeint ist! Ja! Unser Blog steht in der Zeitung! Und da es eine Kolumne über Bielefelder Blogs ist und im Lokalteil jetzt aus verschiedenen Bielefelder-Blogs Ausschnitte zu lesen sein werden, wird auch bald aus diesem ehrenwerten Blog GANZ GROSS RAUSKOMMEN!

Hach...wir sind stolz! Ist es nicht schön, wenn man sich über die kleinen Dinge im Leben noch so freuen kann? :-) Wer braucht schon DSDS?

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Samstag, 23. Dezember 2006

Proll-Alarm im Ringlokschuppen

So ihr Lieben!

Nun, da ich für´s Erste mal wieder zwischen meinen Büchern aufgetaucht bin, unternehme ich jetzt mittlerweile den DRITTEN Anlauf, diesen Blog fertigzustellen. Zwei Mal habe ich ihn bisher angefangen, wurde aber beide Male mitten im Schreibwahn leider aus dem Netz geworfen - erwähnte ich schon, dass ich seit 4 Wochen auf die Umstellung meines Anschlusses auf DSL warte??? Die von Vodafone sind nicht grad die schnellsten...

Nun, da ich aber daraus gelernt habe, werde ich folgende Begebenheit nur noch in der kürztmöglichsten Form schildern - da ärgert man sich dann nur noch halb zu Tode, wenn alles Geschriebene aufgrund beschissenener Inetrnet-Verbindungen in irgendwelche Sphären entschwebt...

Leider ist es eine Geschichte, die mich tierisch aufgeregt hat!!!
Letzte Woche besuchte ich mit einer Arbeitskollegin ein Konzert im Ringlokschuppen (um nicht alle Leser abzuschrecken, denn über Musikgeschmäcker lässt sich ja auch streiten, lassen wir mal den Namen der Band außer acht. Für den Verlauf der Geschichte ist es aber wichtig zu wissen, dass bei dieser Band nicht von Groupies im herkömmlichen Sinn - also Tokio Hotel-maßig o.ä. - gesprochen werden kann. Viele gehen einfach nur zum Abrocken hin... das sollte an Information erst einmal genügen.*g*).

Diese Band ist dafür bekannt, dass sie nach dem Konzert immer noch gerne den Kontakt zu den eventuell wartenden Fans sucht - was natürlich sehr lobenswert ist. Schon letztes Jahr gab es im Ringlokschuppen deswegen Ärger - die Sicherheitsmannschaft schmiss nämlich direkt nach dem Konzert alle raus. Was die band ziemlich verärgerte, wie wir noch miterleben durften.
So waren wir also ziemlich froh, dass sie dieses Jahr doch wieder herfanden, zumal ich unserer Freundin Nele, die gerne mitgewollt hätte aber leider nicht konnte, fest versprochen hatte, ihr ein Autogramm vom Sänger zu beosrgen.

Wir warteten also nach dem Konzert im Vorraum, wo auch bald die ersten Bandmitglieder auftauchten.
Als der Sänger kam, gab er uns nicht nur geduldig die gewünschten Autogramme und erfüllte diverse Fotowünsche, nein, wir stellten auch noch fest, dass dieser Kerl tatsächlich auch nur ein ganz normaler Mensch ist *g*. Quasi unglaublich.
Da wir unsere Wünsche ja erfüllt sahen, wollten wir eigentlich gerade gehen, als er uns bat, doch noch 10 Minuten zu warten, denn dann "...könnten wir zusammen ein Bierchen trinken!".
Das ließen wir uns natürlich nicht 2 Mal sagen und nachdem er versicherte, er müsse zwar noch mal nach hinten, wäre aber wirklich in spätestens 10 Minuten wieder da, machten wir es uns erstmal am Eingang gemütlich. Mit uns warteten noch etwa 10 andere Leute, 3 davon schon im tiefen Gespräch mit einem weiteren Bandmitglied.

Aber -man ahnt es schon- es kam natürlich ähnlich wie letztes Jahr: ein prollig aussehender Sicherheitsmensch bat uns - wohlgemerkt nur meine Kollegin und mich!!! - nicht im geringsten höflich, das Etablissement zu verlassen. Mit den gar freundlichen Worten: "So, jetzt wird hier aber auch mal gegangen ne, wir wollen schließlich auch IRGENDWANN mal abschließen!".
Was, abschließen?? Wie, abschließen??? Warum abschließen? Hier wird nicht abgeschlossen! Ich will doch mit einer unglaublich prominenten Berühmtheit ein Bierchen zwitschern!!! Oder zwei! Oder drei! Oder bis ins Delirium! Halloooo?

Klein Amrei gab sich also tapfer: "Was?? Wir sind gerade von dem Sänger eingeladen worden, noch zu bleiben!!!".
Mitleidiger "Ja siiiiicher"-Blick. Dann, amüsiert: "Näää. Wir schließen jetzt. Also keine Diskussion!"
Mr. Proper beschloss, seine Worte damit zu unetrstützen, dass er sich einfach wegdrehte - sptrach aber niemand sonst an. Wir uns also einig: wir werden nicht die ersten sein, die gehen!

Nach ca. 30 spannenden Sekunden drehte sich proper wieder um - und wurde aber gar furchtbar streng!
"Gehen sieht aber anders aus!!!"
Klein Amrei: "Wir gehen ja - aber nur, wenn die anderen auch gehen!"
Huch, Widerstand!!!! Näää, wat dreist!
"Die anderen gehen ja auch!" bemühte sich Proper, Ruhe zu bewahren (IMMER diese lästigen GROUPIES!).
Klein Amrei: "Komisch, hab gar nicht gesehen, dass Sie auch jemand anderen angesprochen haben..." (FRECH!!!!)
"Irgendwo muss ich ja anfangen. Und jetzt los! Raus!"
Klein Amrei macht sich so groß wie möglich: "Kein Problem. Wie gesagt: wenn die anderen gehen, gehen wir auch!"
Sein Blick sprach Bände. "Weiber!" dachte sich diese Ausgeburt an Charme, Höflichkeit und Frohsinn sicher. "Wenn ich könntem, wie ich wollte, dann würde ich denen schon zeigen, wo der Hammer hängt!".

Wir waren gespannt. Was würde Proper als nächstes tun? Schreien? Hauen? Sich in die Ecke setzen und leise weinend am Daumen nuckeln ob der UNARTIGEN Mädchen???
Weit gefehlt! Er tat etwas ganz anderes! Weil er es hier nämlich offensichtlich mit schwerkriminellen, bewaffneten und vor allem aber sturen Haareziehern und Krallenkratzern zu tun hatte...holte er sich Verstärkung.
Im Team schafften Mr. Proper und Kollege es dann tatsächlich, die 12 renitenten Nerven-Terroristen zum gehen zu überreden. Die drei, die im Gespräch mit dem anderen Bandmitglied waren, wurden demselben quasi mitten im Satz entrissen und rausgeschoben.

Meine Kollegin und ich blieben noch ein wenig draußen vor den Glastüren - die man netterweise vor unserer Nase noch abgeschlossen hatte! Wir könnten ja auf dumme Ideen kommen!!! - stehen. Erstens, weil es regnete. Zweitens, weil ich gerade einen Anruf bekam. Drittens, weil wir des Sängers Reaktion auf den leeren Vorraum um keinen Preis verpassen wollten.
Wir mussten denn auch nciht lang warten. Micha, der Sänger, kam des Weges - und ein wildes Gefuchtel und Rumdiskutiere entbrannte zwisachen ihm und Proper, dem selbst jemand mit dem IQ von drei Metern Feldweg (also genau Propers Niveau) entnehmen konnte, dass Micha ganz und gar nicht glauben konnte, dass alle von ihm Eingeladenen einfach so gegangen seien (es sah nämlich tatsächlich so aus, als würde Proper versuchen, ihm dergleichen weiszumachen!).

Wie zur bestätigung wurde Micha dann auch unserer, durch die Türen gaffender Gestalten gewahr - und wedelte in unsere Richtung. Als begnadigte Gestenleserin war mir klar, dass er von proper wissen wollte, warum denn wir 2 dann noch wie bestellt und nicht abgeholt da rumstehen würden.
Weitere Diskussionen folgten, woraufhin Micha energisch wurde und Proper offensichtlich den kürzeren zog - denn er kam wieder zur Tür.

Offenen Mundes gafften wir ihn an.
Er, mit der musikalischen Stimme und Freundlichkeit eines durchdrehenden Presslufthammers: "Und????? Was steht ihr jetzt hier noch rum????" (Tut das Not, dass ihr hier noch so rumoxidiert???)
Ich: "Ich telefoniere hier! Ist das verboten?" (Zunge raus, BÄH!)
Er: "Nein!!!!!"
Pause. Dann, geradezu verächtlich ausgespien: "Wollt ihr da jetzt etwa noch hinten hin??????" (Habe ich euch erlaubt zu atmen, widerliches Gekreuch????)
Unbestimmte Geste Richtung...ja keine Ahnung, draußenm irgendwo, Tourbus, es war nicht zu definieren.
Wir, mit Blick auf nicht enden wollenden Regen: "Nö.".

Gut, vielleicht war diese Antwort etwas unüberlegt.
Vielleicht hätten wir einen AUGENBLICK drüber nachdenken sollen.
Und vielleicht hat Proper es auch genau darauf angelegt.
Jedenfalls schlug er prompt die Tür wieder zu, schloss ab und war weg.

So viel zu unserem Bierchen mit Micha. Vermiest von einer arroganten Tür-Bulldogge mit Hass auf alles und jeden außer sich selbst. Arsch.

Wir hoffen auf nächstes Jahr....
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